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Die Philosophie der Physiologie

The following quote illustrates the role that animals play in the Schiller's conception of the relationship between the moral human being and nature. It is part of the article:
"Animal Rights in the Works of Friedrich Schiller"
"Auch in Hinsicht auf die Einrichtung des Ganzen können wir den Werth und die Wichtigkeit dieses Nachlasses nicht genug bewundern. Eben diese Einrichtung brachte es nothwendig mit sich, daß Manche, die nicht minder glücklich sein sollten, der allgemeinen Ordnung aufgeopfert wurden und das Loos der Unterdrückung davon trugen. Eben so mußten wiederum Viele, die wir vielleicht mit Unrecht zu beneiden pflegen, ihre Geistes- und Leibeskraft in rastloser Anstrengung foltern, damit die Ruhe des Ganzen erhalten werde. So ferner die Kranken, so das unvernünftige Vieh. Der Schlaf versiegelt gleichsam das Auge des Kummers, nimmt dem Fürsten und Staatsmann die schwere Bürde der Regierung ab, gießt Lebenskraft in die Adern des Kranken und Ruhe in seine zerrissene Seele; auch der Taglöhner hört die Stimme des Drängers nicht mehr, und das mißhandelte Vieh entflieht den Tyranneien der Menschen. Alle Sorgen und Lasten der Geschöpfe begräbt der Schlaf, setzt alles ins Gleichgewicht, rüstet jeden mit neugeboren Kräften aus, die Freuden und Leiden des folgenden Tages zu ertragen."
1779, Philosophie der Physiologie

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